Als meine Ex-Frau sich von mir getrennt hat, war ich erst ein mal hilflos und wusste nicht wie ich handeln sollte, die Welt stand auf dem Kopf und ich war verloren.

Was habe ich als eines der ersten Dingen getan, nachts, wenn niemand mehr zu erreichen war, keine Ablenkung mehr vorhanden war und die Gedanken immer lauter wurden und die Tränen immer trockener, weil einfach keine mehr kamen, ich aber einfach nicht einschlafen konnte..? Genau! Ich habe „Gegoogled“ und es gibt einfach keinen Leitfaden, wie man sich verhalten soll, es gibt niemanden der erklärt „mach das und alles wird gut“.

Das möchte ich hier auch nicht tun, ich möchte nur, aufgrund dessen, dass ich sehe, wie viele Männer in Foren und Facebook Gruppen, so viele „Fehler“ machen, die weder Ihnen noch den Kindern helfen, auch wenn sie es gut meinen, ein gewisses „Mindset“ mitgeben. Ob das ganze gut ist oder nicht, kann und möchte ich nicht Bewerten, das ganze hier ist nur meine Meinung mit der ich einfach nur eine Hilfestellung geben möchte, falls man einen weg sucht.

Der wichtigste Punkt

Bekomme deine „Emotionen“ in den Griff, wenn du mit dem Jugendamt reden musst, mit deinem Anwalt oder Anwältin, wenn du mit irgendwelchen relevanten Personen reden musst, schraub deine Gefühle weg, sie verleiten dich dazu dumme Sachen zu sagen, nicht klar zu sehen und das wichtigste von allen: Sie sorgen dafür, dass du mehr Öl ins Feuer gießt und das trägst du alles auf dem Rücken deiner Kinder aus, nicht auf deinem.

Du bist Gekränkt.

Aber das rechtfertigt nicht, dass du unnötig gegen Die Mutter des Kindes feuern musst, schau nicht auf die Probleme, überlege lieber was du tun kannst, aber nicht was du für dich tun kannst, sondern für dein Kind. Du lebst jetzt in dieser Situation, akzeptiere sie, es tut weh, aber versinke nicht darin. Du hast jetzt die Chance dich neu zu sortieren, werde zur besten Version von dir selbst, nicht für deine Ehemalige Partnerin, sondern für dich und deine Kinder. Verschwende keinen Gedanken an deine Ex, tust du das, nutzt du wertvolle Zeit, in der du dich damit beschäftigen könntest mit dir selber klar zu kommen oder wie du deinem Kind helfen kannst.

Willst du deinen Kindern schaden?

Wenn die Kinder bei der Mutter sind, aus welchen gründen auch immer, schade der Mutter nicht, „Spiel nicht mit Herzen oder mit denen, die das mit deinem tun“, schau dass du Ihr helfen kannst wenn möglich, oder mach lieber nichts, bevor du versuchst ihre Situation zu verschlechtern, du denkst dir vielleicht „das gebe ich nicht zu ihr mit, das hab ich dem Kind gekauft“ oder „Hach, dass lasse ich sie jetzt schön bezahlen, sie bekommt ja jetzt Unterhalt“ usw. Mach das nicht, wohnt das Kind mehr bei Ihr als bei dir, kommuniziere, welches Spielzeug zu wem kommt. Kannst du verhindern, dass Sie schulden bekommt weil du etwas mitbekommen hast was sie nicht direkt auf dem Schirm hat? Sag es ihr. Ob sie es macht oder nicht, dafür hast du nicht die Verantwortung, aber wenn du darauf bestehst „aus egoistischen Gründen“, dass ein gewisses Spielzeug bei dir ist, nimmst du es nicht Ihr sondern deinem Kind weg. Sorgst du dafür dass die Mutter weniger Geld hat, hat dein Kind weniger Geld. Es ist zwar dein Kind, aber etwas was dir ein gutes Gefühl gibt, heißt nicht, dass es deinem Kind auch ein genau so gutes Gefühl gibt. Versuche aus der Sicht deines Kindes zu sehen, was es sich wünscht, was es wirklich braucht und was für einen Beitrag du dazu leisten kannst. Hast du dein Kind schon ein mal gefragt, ob es etwas gibt, was du für es tun kannst?

Warum ich liebe was mich so hasst wie du werde ich nie erklären können

Schminke es dir am besten gleich ab an der Mutter zu kleben. Wenn du an diesem Punkt gelandet bist, diese Zeilen hier lesen zu müssen, dann war es einfach besser so wie es passiert ist. Du kannst die Vergangenheit nicht ändern, bereue deine Vergangenheit nicht, trage Verantwortung für das was du getan hast (auch wenn du der Meinung bist das nur sie Schuld hatte und du das arme Opfer bist, du hättest die ganzen Jahre mehr tun können, hast du aber nicht) was du machen kannst ist zu schauen wie du die Zukunft gestaltest, nicht „eure“ nicht „deine“ sondern die deiner Kinder.

Kooperation

Kooperiere mit der Mutter, sie ist die Frau die deine Kinder zur Welt gebracht hat, die Frau die einiges mit dir durch gemacht hat, die Frau die sich vielleicht einfach nicht anders zu helfen wusste, als dir das Herz zu brechen. Gib ihr keinen Grund dich zu hassen, es bringt nichts, genau so wenig wie sie zu hassen, es blockiert die verfahrene Situation, ihr seid beide Eltern, ihr habt beide Verantwortung für die Kinder, kläre deine Rechte ab und tue das was du tun musst, für deine Kinder, nicht für dich.

Finger weg von Tinder, Lovoo, Badoo usw.

Lass es einfach, suche nicht nach einer neuen Partnerin, lass dir Zeit, du musst dich strukturieren und sortieren und auch wenn du es dir einredest, du bist nicht strukturiert und sortiert, sonst wärst du nicht hier bzw. hättest die Situation gut genug abgeklärt um normal schlafen gehen zu können und keine Sorgen haben zu müssen. Du brauchst keine Partnerin, während der Trennungssituation, sie nimmt dir nur wertvolle Zeit weg, wenn du meinst eine brauchen zu müssen oder ohne nicht zurecht zu kommen, wie kannst du mit erhobenem Haupt sagen, dass du in der Lage bist dich um deine Kinder zu kümmern oder für sie da zu sein.

Therapie

Mach eine. Keine wiederrede, du brauchst es, auch wenn du nicht verstehst wofür, aber wenn du nicht redest, platzt du.

Elternkompetenz

Willst du aktiv für deine Kinder da sein? Mach ein Elternkompetenztraining, sei aktiv, engagiere dich, lerne dazu, bilde dich weiter fort. Tue es, für dein Kind. Das Geld sollte es dir wert sein, für was sollst du dein Geld sonst nutzen? Kaffe? Alkohol? Kippen? Machs für die Zukunft der kleinen, funktionierst du besser, kannst du besser für sie da sein und sie stützen.

Baby Mother

Aus dem Englischen gibt es einen Begriff, dieser nennt sich „Baby Mama“ bzw. „Baby Mother“, laut Wikipedia: Eine Baby-Mama ist eine Mutter, die nicht (oder auch nicht mehr) mit dem Vater ihres Kindes verheiratet ist. Sie ist die Mutter deiner Kinder, das verbindet euch, als Eltern, als Personen, die wenn Ihnen das Kind wirklich wichtig ist, gemeinsam für das Kind weiterhin Entscheidungen treffen sollen. Behandel sie auch so. Lass die Kinder nicht sehen wie du darunter leidest, zeige Ihnen das sie bei dir keine Angst haben müssen an die Mama zu denken, über die Mama zu reden usw. auch wenn sie gegen dich arbeitet, die Kinder brauchen jemanden dem sie vertrauen können, sollten sie bei der Mama angst haben etwas zu sagen, weil sie wenn es um Papa geht negativ reagiert oder schimpft, dann sollten sie zumindest den Vater haben, bei dem sie ihr Herz ausschütten können. Ich habe in beiden Kinderzimmern jeweils 1 Bild auf dem nur das Kind mit der Mama drauf ist stehen, mehr nicht, und sonst auch nichts von Ihr, hänge bloß kein Familien Bild auf, die Kinder sollen sich an die neue Situation gewöhnen und nicht der alten hinterher trauen.

Was sagt dein Handeln als Mensch über dich aus?

Die sinnvollste Seite die ich bei Google gefunden hatte, war eine bei der es hieß „Was sagt das als Mensch über dich aus?“ Diese frage war Gold wert, „Was sagt es als Mensch über dich aus, dass du kein Foto des anderen Elternteils in deiner Wohnung akzeptierst“ „Was sagt dieses als Mensch über dich aus“ „Was sagt jenes als Mensch über dich aus“ Hinterfrage dich, diese Frage hilft dir dabei zu differenzieren ob Dinge die du tust, wirklich vom Herzen kommen oder ob sie aus Verbitterung oder Egoismus aus dir raus kommen. Deine Kinder sind an erster Stelle, nicht du, niemand anders, erst die Kinder, dann du und ganz weit hinten dann erst die nächste Person.