Laut dem Rechtsanwalt Bietmann findet man unter dem LINK hier einige Informationen, wie sich das ganze in der Zeit mit Corona verhält.

Grundsätzlich gilt bei Krankheiten, dass die Umgangsregelung auch dann gilt und einzuhalten ist, wenn das Kind erkrankt ist. Es sei denn, das Kind ist auf Grund der Erkrankung transportunfähig. In diesem Fall ist die Erkrankung von der Kindesmutter unverzüglich dem Kindesvater schriftlich und zusätzlich vorab telefonisch, per SMS oder per E-Mail mitzuteilen. Die Auskunftspflicht folgt aus § 1686 BGB.


Eine Infizierung mit dem Coronavirus führt nicht unmittelbar zu einer Transportunfähigkeit. Dennoch kann das Kind mit dem betreuenden Elternteil unter Quarantäne gestellt werden und das heißt: zu Hause bleiben. Zur Arbeit gehen, Einkäufe erledigen oder nur mal eben einen kurzen Spaziergang machen sind tabu. Wer in häusliche Quarantäne muss, entscheidet die zuständige Behörde wie das Gesundheitsamt.

https://www.bietmann.eu/neuigkeiten/2020/03/12/umgangsverweigerung-wegen-coronavirus/

Es geht im Grunde also noch ganz normal, wie es sich bei jeder anderen Krankheit auch verhält weiter.

In Foren bzw. Facebook-Gruppen habe ich bereits gesehen, dass Elternteile meinen das Kind aufgrund der „Pandemie Situation“ bei sich festsetzen zu können.

Das wichtige ist, das man so etwas nicht einfach beschließt, ohne dass man sich das Einverständnis, des anderen Elternteils einholt.
Wem es um das Kindeswohl geht, wird man mit dem anderen Elternteil darüber reden können, wie die Situation während der Quarantäne geklärt werden kann.

Die Frage die ich mir stelle ist, wie sinnvoll es ist, ein Kind durch die Gegend zu ziehen, von einem Wohnort zum anderen, während der aktuellen Lage, da immer noch Ansteckungsgefahr droht.

In einer Facebook Gruppe habe ich erlebt, dass ein Vater sein Kind bei sich behalten möchte, da bei der Mutter im Haushalt die Großeltern des Kindes mit leben und da Frau Dr. Angela Merkel meinte, dass man den Kontakt zu den Großeltern meiden sollte, rechtfertigt diese Person, das Kind fest zu setzen.

Meiner Meinung nach, würde ich niemandem dazu raten, es sei denn es ist mit dem anderen Elternteil abgesprochen.
Wenn die Großeltern im gleichen Haushalt leben wie der andere Elternteil, sollte man wirklich überlegen, ob man die Zeit in der wir in vorsorglicher Quarantäne leben, das Kind nicht besser bei der anderen Person belässt, als auf seinen Umgang zu beharren.

Meiner Meinung nach, sollte man in der Lage sein, dass man die Situation mit dem anderen Elternteil so kommunizieren kann, dass die Tage die durch die Situation verloren gehen, eventuell bei späteren Ferien dran gehangen werden können oder anderweitig nach zu holen sind.

Es ist eine schwierige Situation, vor allem für Alleinerziehende berufstätige, man sollte bevor man sich Sorgen macht oder Dinge vor dem Zaun bricht, erst ein mal Kontakt mit seinem Vorgesetzten aufnehmen, die Arbeitssituation klären, mit dem anderen Elternteil in Kontakt treten und sollte dies nicht möglich sein, mit dem Jugendamt und darüber die Situation kommunizieren.

Alle Kinder bei denen der Umgang diesen Sonntag endet, sollten mMn. sofern es nicht anders aus gemacht wurde, zu dem anderen Elternteil zurück kehren.
Es würde mich wundern, wenn es im Nachhinein nicht negativ vor Gericht ausgelegt werden würde, sollte es zu so einer Situation kommen.

Seht es eventuell auch so, der andere Elternteil, entlastet euch auch, während es auf euer Kind schaut, zumal man daran denken soll, dass die Kinder weiterhin zu Hause unterrichtet werden sollen, wenn man das Kind leichtfertig fest setzt und nicht ein mal dessen Schulunterlagen hat, schadet man dem Kind und geht auch gegen die Schulpflicht. (und es droht einem, dass die Rechtschreibung des Kindes so schlimm wird wie meine…. :P)

Mal etwas persönliches zu der Situation, da mein Jüngster zur Risikogruppe gehört, sind wir aktuell auch am Kommunizieren, wie es weiter geht, es stellt sich nicht einfach nur die Frage wie der Umgang der großen Kinder verläuft, es geht auch um die Frage ob man nicht alle Umgänge vorerst komplett abbricht, selbst der Umgang des kleinsten mit mir, da wenn ich als Überträger dadurch ausfallen würde, die großen immer noch Überträger sein könnten.

Denkt immer daran, es ist nur eine Temporäre Situation, wir werden nicht ewig in Quarantäne leben. Streit und Panik ist das letzte was eure Kinder in dieser Situation brauchen können,