Hier geht es mir nicht um die Arten, wie man Umgang mit den Kindern regelt.

Es geht mir darum, wie man die Zeit und die Themen die man mit den Kindern bespricht gestaltet. Es gibt einige Dinge die man einfach nicht tun sollte.

Komm runter und entspann dich, bevor du handelst, lass dein Blut lieber abkühlen

Mache kein großes Drama vor deinem Kind, handel nicht so als wärt ihr jetzt in einer ganz schlimmen Situation. Sei dem Kind ein Vorbild, zeig ihm, dass du dich gut an die Situation anpassen konntest in der ihr euch jetzt befindet. Du bist jetzt den ersten Schritt gegangen, dass dein Kind sich auch an die Situation anpassen wird.

Ich weiß du bist gekränkt und hättest am liebsten, dass die Mama oder der Papa an den Pranger gestellt wird und für das was er/sie getan hat büßt.

Es bringt dir nichts, das Kind hat angst. Es ist eine neue Situation in der es einfach nicht weiss wie es handeln soll. Es braucht dich als Vorbild um zu sehen wie er reagieren soll,

Der Fels in der Brandung

Das Kind braucht jetzt Stabilität, frag es nicht aus, rede nicht über die Mutter/Vater. Wenn dein Kind von sich aus zu dir kommt und etwas erzählt, auch über die Mama/ dem Papa, höre zu und gib ihm das Gefühl ernst genommen zu werden. Stelle bloß keine Fragen über das andere Elternteil, dein Kind befindet sich quasi im „Loyalitätskonflikt“ die Wahrscheinlichkeit, dass dein Kind dir mit der Wahrheit antworten wird ist sehr gering.

Verwende bloß nicht das gesagte vom Kind direkt gegen die Mutter, es wird es bereuen dir irgendwas anvertraut zu haben. (Ich spreche da aus Erfahrung) Egal wie schwer manche Sachen zu verdauen sind, achte darauf wie du reagierst, gibt dem Kind nicht das Gefühl, dass es sich falsch verhalten hat bei der Mama. Dein Kind ist gut so wie es ist, es steht gerade zwischen 2 Stühlen und will es euch beiden recht machen.

Gibt dem Kind nicht das Gefühl, dass die Entscheidung von Mama oder Papa falsch war. Wenn es dich fragt wann es wieder kommen darf usw. und falls du dich fragst „Wie soll ich auf so etwas antworten?“ Ist das beste in der Regel ein „Die Situation hat sich jetzt geändert, Mama und Papa klären das noch, wann du wieder kommen darfst. Warum dieses oder jenes so ist, ist nichts worüber du dir Sorgen bzw. Gedanken machen musst“. Halte dein Kind so weit wie möglich von alle Dingen fern, es sollte so wenig wie möglich von der Trennung mitbekommen.

Das eigene Ego gegen das Wohl des Kindes

Wenn dein Kind weint und schreit oder sich wehrt, wenn du es zur Mama / Papa bringen möchtest… Bilde dir bloß nichts darauf ein, und verwende das nicht gegen die Mutter / Vater, du würdest das Kind damit zu heftig Instrumentalisieren. Es bringt deinem Kind absolut nichts, außer, dass du es noch trauriger machst.

„Wie soll ich denn mit der Situation umgehen, es will einfach lieber bei mir bleiben anstatt zur Mutter / Vater zu gehen?“ – Ganz einfach, mein Sohn hatte gedroht abzuhauen und zu mir zu kommen, er kannte den Weg und er wollte auch nicht mehr zu ihr zurück. Das schlimmste was du tun kannst, ist deinem Kind zu zeigen, dass es was schlechtes ist zur Mutter / Vater zu gehen. Verwendest du diese Situation vor Gericht, wird man höchstwahrscheinlich noch mehr Zeit zwischen dir und dem Kind streichen. „Damit sich das Kind an die Mama / Papa und die neue Situation gewöhnt“ oder „Damit das Kind zur Ruhe kehrt und nicht regelmäßig solchem Stress ausgesetzt wird“. Ja, ich weiss, es ist recht kontrovers, aber ich finde diese 2 Sätze sehr richtig, erspar es deinem Kind wenn du kannst.

Mein großer wusste von Anfang an, „Wenn wir uns an die Regeln halten, können wir uns mehr sehen, wenn nicht, dann sehen wir uns weniger“. Was war er glücklich als wir irgendwann das Wechselmodell hatten und er einfach dadurch mehr Zeit beim Papa haben konnte. (Auch wenn sowohl die KM als auch ich gegen das Wechselmodell sind, zum warum folgt demnächst noch ein Blogeintrag) Er hat dadurch auch was gelernt, hält man sich an Regeln, auch wenn man sie nicht mag, so hat man dennoch eine Belohnung bekommen.

Tue dir selber und deinem Kind einen Gefallen und akzeptiere die neue Situation so schnell wie Möglich. Egal wie ungerecht es sein sollte, trage deine Kämpfe so aus, dass dein Kind nichts davon mitbekommt. Belaste es nicht mit der Situation, das Kind wurde schon genug damit belastet, dass es dazu kam.